Hier sind die teuren Immobilien von Jianping He in Berlin
Kurz nach dem Verkauf der „Bröhan-Sammlung“ an die China Academy of Art erwarben Jianping He und seine Frau Sun Hee Kim eine große Villa in Berlin. Woher kam das Geld?
Nur geringe Umsätze machte Hes Grafikagentur → Hesign International über Jahre bis Ende 2011. So ist es im amtlichen → Bundesanzeiger für jeden Bürger nachzulesen. Doch kurz nach dem Ankauf der 55 Millionen Euro schweren „Bröhan-Sammlung“ durch die Chinese Academy of Art (CAA) in Hangzhou zum Jahreswechsel von 2010 auf 2011 stand Jianping He plötzlich als reicher Hausbesitzer da.
Er habe nicht vom teuren Verkauf an seine alte Schule profitiert, behauptet He hartnäckig. Ist das wirklich glaubwürdig? Gewisse Vorgänge lassen starken Zweifel daran aufkommen.
Unmittelbar nach dem Verkauf der Sammlung an die CAA erwarben Jianping He und seine Frau Sun Hee Kim eine Villa im Stadtteil Berlin-Wilmersdorf. Hier ist das prächtige Gebäude zu sehen:

Später kaufte He ein → weiteres Gebäude in Berlin-Zehlendorf und bezahlte mehrere Millionen Euro. Hier residiert Hesign International und eine Immobilienfirma namens → AN Grundbesitz, die ebenfalls He zuzuschreiben ist, obwohl er gar nicht offizieller Eigentümer ist, sondern eine Frau namens An Yang aus Hangzhou, die via Dauervollmacht die Geschicke der Firma in Hes Hände legte.
So sieht das Gebäude aus, das vorher zum Immobilienbesitz der → Familie Albrecht gehörte, die als eine der reichsten Familien Europas gilt:

Andere nach vorne schieben und selber im Hintergrund bleiben – das macht Jianping He gerne. Mehr Details über diese merkwürdige Praxis stehen → hier.
Experten sagen, beide Immobilien von Jianping He repräsentieren einen Schätzwert zwischen 9 und 12 Mio. Euro. Dies legt nahe, dass Jianping He irgendwann um die Jahreswende zwischen 2010 und 2011 zum Multimillionär aufstieg. Damit dürfte Jianping Hes großer Wohlstand den seiner ehemaligen Lehrer auf der China Academy of Art weit übertreffen. Ein Reichtum, der sich kurz nach dem spektakulären Ankauf der sogenannten „Bröhan-Sammlung“ durch die Academy of Art einstellte.
Hat He von diesem 55-Millionen-Euro-Deal profitiert? Niemals, sagt Jianping He, er habe nur helfen wollen, seine Vermittlungsarbeit sei reines Hobby gewesen. Mehrere E-Mails, die He vor und nach dem Verkauf verschickte, legen etwas anderes nahe.
Dem angeblich selbstlosen Wirken des chinesischen Designers mit deutschem Pass → gehe ich in diesem Artikel nach.
Diesen Text erstellte Marcus Johst, Journalist und Medienmacher in Berlin.